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Security-Alert3. Juli 2026·4 Min.

SharePoint-Lücke aktiv ausgenutzt: Sofort-Patch für CVE-2026-45659

Microsoft SharePoint Server ist in tausenden Unternehmen das Herzstück für Dokumentenmanagement und interne Zusammenarbeit. Eine gefährliche Schwachstelle (CVE-2026-45659) ermöglicht Angreifern mit minimalem Zugangslevel die vollständige Übernahme des Servers – und sie wird bereits aktiv ausgenutzt. Der Patch existiert seit Mai 2026, doch laut Shadowserver-Daten sind noch immer über 10.000 Server ungeschützt erreichbar.

Was ist passiert?

Die US-Behörde CISA hat am 1. Juli 2026 die Schwachstelle CVE-2026-45659 in ihre Known Exploited Vulnerabilities (KEV)-Liste aufgenommen – ein klares Signal: Die Lücke wird aktiv für Angriffe genutzt.

Die Schwachstelle liegt in der Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten in Microsoft SharePoint Server und erlaubt einem authentifizierten Angreifer die Remote Code Execution (RCE) – die Ausführung beliebigen Codes auf dem betroffenen Server. Besonders besorgniserregend: Es reichen minimale SharePoint-Berechtigungen (Stufe „Site Member“), kein Administrator-Zugang ist erforderlich. Der Angriff ist netzwerkbasiert und aus dem Internet heraus ausführbar.

Microsoft hatte die Schwachstelle ursprünglich im Mai 2026 beheben wollen, das Update war jedoch versehentlich aus dem regulären Patch-Tuesday-Paket herausgefallen und wurde erst nachträglich bereitgestellt. Microsoft stufte das Ausnutzungsrisiko zunächst als „weniger wahrscheinlich“ ein – CISA widerlegt diese Einschätzung nun mit bestätigten Angriffsnachweisen.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle Unternehmen, die SharePoint On-Premises (im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Hoster) betreiben – konkret folgende Versionen:

SharePoint Online (Microsoft 365 Cloud) ist nicht betroffen – Microsoft hat die Cloud-Infrastruktur eigenständig abgesichert. Unternehmen mit lokaler SharePoint-Installation müssen jedoch umgehend handeln.

Was jetzt zu tun ist

  1. Bestandsaufnahme: Prüfen Sie, ob und welche SharePoint-Version Sie On-Premises betreiben (2016, 2019 oder Subscription Edition).
  2. Patch einspielen: Installieren Sie das Sicherheitsupdate vom Mai 2026 über Windows Server Update Services (WSUS) oder den Microsoft Security Update Guide.
  3. Internetzugang einschränken: Ist Ihr SharePoint-Server direkt aus dem Internet erreichbar? Schränken Sie den Zugang per Firewall ein oder erzwingen Sie VPN-Pflicht, solange der Patch nicht eingespielt ist.
  4. Logs prüfen: Analysieren Sie SharePoint-Server-Logs auf verdächtige Aktivitäten – insbesondere unbekannte PowerShell-Ausführungen oder ungewöhnliche Deserialisierungs-Anfragen.
  5. Sofortmaßnahme ohne Patch: Falls ein sofortiges Update nicht möglich ist, den Server vorübergehend vom Internet trennen und nur über interne Netze erreichbar machen.

So hilft Binary System Services

Viele KMU betreiben SharePoint als eigenständige Installation und haben keinen automatischen Überblick über kritische Patches, die außerhalb der regulären Zyklen erscheinen. Binary System Services übernimmt das lückenlose Patch-Management für Ihre Server-Infrastruktur – einschließlich SharePoint – und sorgt dafür, dass sicherheitskritische Updates zeitnah und geprüft eingespielt werden. Bei Verdacht auf eine bereits erfolgte Kompromittierung unterstützt unser Team bei Sofortanalyse und Incident Response. Sprechen Sie uns an.

Angaben ohne Gewähr. Im Zweifel bitte die offizielle Quelle prüfen.

Quellen: BleepingComputer: CISA SharePoint RCE aktiv ausgenutzt · SecurityWeek: CISA warnt vor SharePoint-Schwachstelle · The Hacker News: SharePoint RCE CVE-2026-45659

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