Chrome-Zero-Day CVE-2026-85046 wird aktiv ausgenutzt – jetzt updaten
Google hat ein außerplanmäßiges Update für den Chrome-Browser veröffentlicht und schließt damit insgesamt zwölf Schwachstellen – eine davon, CVE-2026-85046, wird bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt. Das BSI stuft die Bedrohungslage als hoch ein. Da praktisch jedes Unternehmen Chrome oder einen Chromium-basierten Browser einsetzt, betrifft diese Lücke nahezu alle KMU.
Was ist passiert?
Bei CVE-2026-85046 handelt es sich um einen sogenannten Type-Confusion-Fehler in der JavaScript-Engine V8, die in Chrome für die Ausführung von Webinhalten zuständig ist. Über eine speziell präparierte HTML-Seite kann ein Angreifer diesen Fehler aus der Ferne auslösen und Schadcode ausführen – der Besuch einer manipulierten Webseite genügt, eine Interaktion des Nutzers ist nicht zwingend nötig.
Google bestätigt, dass für CVE-2026-85046 bereits ein Exploit existiert und die Lücke aktiv ausgenutzt wird. Details zum Angriffsweg hält der Hersteller vorerst zurück, um weitere Angriffe nicht zu erleichtern. Insgesamt behebt das Update zwölf Sicherheitslücken, von denen der Großteil als „hoch“ eingestuft ist. Der Fehler wurde mit der stabilen Chrome-Version 152.0.7977.82 (Linux) beziehungsweise 152.0.7977.82/.83 (Windows und Mac) behoben.
Wer ist betroffen?
Betroffen sind alle Chrome-Versionen vor 152.0.7977.82. Da auch Microsoft Edge, Opera, Brave und Vivaldi auf demselben Chromium-Unterbau mit der V8-Engine aufsetzen, ist davon auszugehen, dass diese Browser ebenfalls verwundbar sind und entsprechende Updates nachziehen. Für KMU heißt das: praktisch jeder Arbeitsplatz mit Windows, macOS oder Linux, an dem im Web gearbeitet wird, steht im Fokus.
Besonders kritisch ist die Lage in Umgebungen, in denen die automatische Chrome-Aktualisierung deaktiviert oder über zentrale Richtlinien (Gruppenrichtlinien, MDM) verzögert ausgerollt wird – hier bleiben Rechner ohne aktives Eingreifen angreifbar.
Was jetzt zu tun ist
- Öffnen Sie in Chrome das Menü unter
Hilfe > Über Google Chrome; der Browser prüft dann automatisch auf Updates und lädt die neue Version herunter. - Starten Sie den Browser anschließend neu – erst danach ist das Update wirksam. Prüfen Sie, dass die Version mindestens
152.0.7977.82lautet. - Aktualisieren Sie ebenso Edge und andere Chromium-basierte Browser im Unternehmen auf die jeweils aktuelle Version.
- Stellen Sie in verwalteten Umgebungen sicher, dass die automatische Aktualisierung aktiv ist und Updates nicht durch Richtlinien blockiert werden.
- Rollen Sie das Update priorisiert auf allen Endgeräten aus und kontrollieren Sie den Abschluss über Ihr Inventar- oder Management-System.
So hilft Binary System Services
Wir sorgen dafür, dass sicherheitskritische Browser- und Software-Updates in Ihrem Unternehmen zeitnah und nachweisbar auf allen Geräten ankommen – über zentrales Patch-Management statt manueller Einzelprüfung. Bei aktiv ausgenutzten Lücken wie dieser übernehmen wir die priorisierte Verteilung und die Kontrolle, dass wirklich jeder Arbeitsplatz auf dem aktuellen Stand ist. Sprechen Sie uns an.
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